Bahn-Internet-Magazin

Eine kleine Zeitschrift für Internet-Eisenbahn-Fans

Blatt 3 der Ausgabe 9  -   September 2009

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Furth im Wald

Am 15. und 16. August fanden diverse Volksfeste in Furth im Wald und im benachbarten Domazlice (Taus) statt. Zu diesem Anlass verkehrte ein Sonderzug, der von der 475.111 befördert wurde, zwischen beiden Orten.
Der Andrang war vor allem von tschechischer Seite extrem, alles, was laufen konnte oder getragen werden konnte, war dabei. In Domazlice war der ganze Ort fast gesperrt, überall Buden und Fahrgeschäfte, kein Durchkommen zum Bahnhof. In Furth war es dagegen ruhiger, denn hier fing es erst am Nachmittag an; aber der Bahnsteig war beängstigend voll, als 475.111 (links) umsetzte.

Babylon heisst dieser Ferienort, an dem der Sonderzug planmässig einen Stopp einlegte. Hier hielt sich die Bevölkerung etwas zurück, offenbar wussten nur “Eingeweihte”, was abging.

Ceska Kubice (Böhmisch Kubitzen) heisst dieser Bahnhof, an dem sich etliche Bahnverwaltungen mal ein Beispiel nehmen sollten. Von hier aus sind es noch ein paar Kurven, bis Furth im Wald erreicht wird. Obwohl die Strassenverbindung extrem kürzer ist und die Grenze ja nicht mehr das Hindernis ist, schaffte ich gerade noch eine Minute vor dem Zug in Furth im Wald zu sein:

Wer genau hinschaut, sieht, dass es die Rangierfahrt ist, die Hinfahrt war durch eine kleine Schleierwolke etwas beeinträchtigt ... Aber nicht nur die Bahnanlagen bei der CD befinden sich in einem guten Zustand, auch die Züge und Lokomotiven sind nun sauber, wie das Beispiel der 754 in Markt Eisenstein (Zelezna Ruda) zeigt:

Inzwischen hat der Bahnhof auch eine Erweiterung beim Namen erhalten, denn Zelezna Ruda liegt ja noch etwa 3 km entfernt, der Ort Alzbetin grenzt jedoch direkt an Bayerische Eisenstein. Während auf tschechischer Seite das Bahnhofsrestaurant in Betrieb ist und für Tschechien zwar hohe Preise, für deutsche Verhältnisse aber preiswert ist, ist auf deutscher Seite (die Grenze geht mitten durch den Bahnhof) das Restaurant wegen Umbauarbeiten (ich habe nichts von Umbau erkennen können) geschlossen, das benachbarte Restaurant auf deutscher Seite wundert sich über die geringe Frequenz, hat aber Preise, da kann München mithalten ... Ja der Bayerische Wald, bis vor Jahren noch ein Geheimtipp für preiswerten Urlaub in Deutschland, hat sich umgestellt, gleiche Qualität zu deutlich höheren Preisen - und dabei ist die “Konkurrenz” so nah und so offensichtlich. Okay, die Tschechen müssen sich qualitativ noch ein wenig anstrengen, aber sie sind auf dem besten Wege. Allein schon der andere Eindruck im Bahnhof innen hüben oder drüben, zwei Welten.

Die deutsche Seite des Bahnhofs, ein Birken-Biotop.
Es wird Zeit, dass die Bahnstrecke eingestellt wird, damit irgendwelche seltene Vögel hier in Ruhe brüten können ...
Was erkennt der Lokführer, der in den Bahnhof Bayerisch Eisenstein einfährt? Nichts!

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