Bahn-Internet-Magazin

Blatt 3 der Ausgabe 2 -  Februar 2009

 

Auch sie gehörten 1965 zum tagtäglichen Programm, die Osnabrücker 01.10 auf dem Weg nach Süden. Da es erst ab Haltern elektrisch ging, blieb die Lok bis Essen oder sogar Köln am Zug unter Fahrdraht, wie hier bei der Durchfahrt durch Recklinghausen Hbf.

Für die 03 1045 war wenige Tage später bereits das Ende gekommen. Lokomotiv-Überschuss in den Direktionen Wuppertal und Kassel sowie der Zwang, diese Strecke verdieseln zu müssen, führten in Kombination mit Bedienungsfehlern durch unmotiviertes Personal (Wasserüberreissen durch Fehlbedienung des Mischvorwärmers bzw. falscher Dosierung) dazu, dass mit dem Ende des Sommerfahrplanes 1966 auch mit allen 03.10 der DB Schluss war. Leider war das Wetter nicht immer gut, als die Lok in Schwerte/Ruhr hielt.

Knapp 30 Jahre später wurde ein gewagtes Experiment durchgeführt, eine Lokomotive der Baureihe 01.10, genauer gesagt, die bisher in Bebra abgestellte 01 1102, sollte wieder zur Stromlinienlokomotive werden. Dabei wurde der Mischvorwärmer entfernt und stattdessen ein Oberflächenvorwärmer wieder eingebaut, was aber die anderen Nachteile der Stromlinienverkleidung nicht aufhob. Hier bei den Indizierfahrten (das sind die Einstellfahrten für die Steuerung) in Renwertshausen im Oktober 1995.

Am 2. März 1996 beförderte die 01 1102, inzwischen fertiggestellt und dunkelblau lackiert, ihren verspäteten Sonderzug durch Immelborn. Mit 1/60 Sek. und Blende 1,8 wurde versucht, das letzte aus dem Diafilm herauszukitzeln. Blick vom Stellwerk.

Nur wenige Farbbilder gibt es von den 50er Versuchslokomotiven, die bereits im Jahre 1950 einen Mischvorwärmer erhielten. Die Emdener 50 3039 verschlug es mit ihrer neuen Nummer noch nach Duisburg-Wedau und sorgte im Rhein-Ruhrgebiet Anfang der siebziger (sorry: 1970er) Jahre für Aufsehen unter den Fach-Fotografen. Mit ihrer Topfantenne wurde sie aber schnell zur Rangierlok degradiert und rangierte hier im Bahnhof Duisburg-Grossenbaum.

Ebenfalls aus Emden kam die 82 035 nach Koblenz bzw. in die Aussenstelle Altenkirchen in den Westerwald. Leider war an diesem 4. Januar 1972 das Wetter alles andere als einladend, so richtig schöner halbhoher Hochnebel, aber was nützte es, Termin war Termin. Dafür wurde uns die Lok schön ins rechte Licht gefahren.

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